Chronik
Entstehung der Schützengilden
Der Ursprung der Bürgerschützengilde liegt im 14. und 15. Jahrhundert. In dieser Zeit, als Fehden und Streitigkeiten zur Tagesordnung gehörten,
mussten die Städte für die Sicherheit und den Schutz der Bürger sorgen.
Deshalb wurden Verordnungen erlassen, wonach jeder Bürger Waffen und Ausrüstung haben musste. Es wurden die Schützengilden gegründet, die
in Zeiten der Not und Gefahr zum Einsatz kamen. In Friedenszeiten wurden die Bürger von den Schützengilden im Umgang mit den Waffen unterwiesen.
Junge Leute, die noch in der Lehr- oder Probezeit waren, bildeten die Gesellengilde, Bürger, die bestimmte Bedingungen erfüllten,
die Schützengilde.
Vom Bürgermeister - der gleichzeitig auch Hauptmann der Schützengilde war - wurde einmal jährlich
eine überprüfung der Waffen durchgeführt. Dabei wurde auch der beste Schütze durch das Vogelschießen ermittelt.
Gründung der Bürgerschützengilde
In einer Verordnung des Domkapitels zu Münster vom 10. Juni 1585 heisst es unter anderem,
dass eine bestimmte Kleiderordnung für Hochzeiten, Taufen, Gildebier, Fastnacht und Schützenfeste zu gelten hat.
Die Erwähnung des Begriffes „Schützenfest“ gilt als sicherer Beweis, dass 1585 ein Vogelschießen stattfand. Die Bedeutung des Festes
"Gildebier" ist nicht bekannt.
Die Tatsache, dass eine Verordnung des Domkapitels die Kleiderordnung eines Schützenfestes regelt, läßt den Schluß
zu, dass Schützenfeste schon eher stattfanden. Somit kann auch die Bürgerschützengilde durchaus auch älter sein.